Kinderjacke Freebook “Jackenliebe” – kostenloses Schnittmuster

Die Kinderjacke “Jackenliebe” lässt sich schnell nähen und ist sowohl für Anfänger als auch fortgeschrittene Näherinnen ein wunderbares Projekt! Die Jacke wird aus dehnbaren Stoffen genäht und kann gewendet werden. Dank versteckter Nähte entsteht auch ohne Overlock-Nähmaschine ein schickes Ergebnis. Es gibt einige verschiedene Varianten, die ausführlich und mit bebilderter Nähanleitung beschrieben werden.

Es gibt sie in den Größen 62 – 116! …also worauf wartet ihr noch?

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Bei uns ist sie schon längst ausgebrochen: die große Jackenliebe! Meine Kinder haben genau wie ich unzählige Jacken im Schrank. Wir tragen alle nicht so häufig Pullover, dafür jeden Tag Cardigans, Knopfjacken, Zipper-jacken… und haben einen unheimlich hohen Durchsatz 😀

Zum Glück nähe ich so gerne, denn ich habe gar keine Lust, ständig so viele Jäckchen zu kaufen. Und da ich nicht nur gerne nähe, sondern auch gerne entwerfe, blogge und meine Schnittmuster teile… tadaaaaa da ist sie:

Die Jackenliebe: ein super lässiger, schneller, einfacher und variabler Jäckchenschnitt 🙂

 

Wie viele schon wissen werden, gibt es auf meinem Blog bereits ein Kinderjäckchen (Zipadoo) – ich habe jedoch das Gefühl, dass der Reißverschluss, die vielen Schnittteile und die Unterteilung am Vorderteil mit Tasche ganz viele NäherInnen abschrecken. Und selbst ich suche mittlerweile nach „noch einfacheren und schnelleren“ Alternativen. Mit Jackenliebe habe ich auf der Basis von Zipadoo ein neues Schnittmuster kreiert, was dem „alten“ Zip-Up-Hoodie ein wenig ähnelt und doch ganz anders ist. 

 

Jackenliebe – Freebook: die Jedentag-Kinderjacke

Jackenliebe ist eine Baby- und Kinderjacke, die aus Jersey, dünnem Strick oder Sweat genäht wird. Sie kann zu jeder Jahreszeit getragen werden. Die “Jackenliebe” kann gewendet werden und die Ärmel sind so lang, dass sie i.d.R. einmal umgeschlagen werden können. Geschlossen wird die Jacke mit einfachen Druckknöpfen oder herkömmlichen Knöpfen. Sie hat eine dreigeteilte Kapuze, die optional mit einem Kapuzenbündchen versehen werden kann – so liegt die Kapuze besonders gut am Kopf an. Außerdem könnt ihr zur Zierde auch (Fake-) Kordeln an die Kapuze nähen.

(Bitte beachtet jedoch, dass Kordeln an Kinderkleidung ein erhöhtes Sicherheitsrisiko darstellen. Ich empfehle euch, die Kordeln in jedem Fall nicht zu lang und wie in der Anleitung beschrieben als „Fake“ zu machen).

Die Jacke ist eher schmal und als “Pullover-Ersatz” gedacht – meine Mädchen tragen die Jacke meistens über einem langärmeligen Shirt jetzt im Winter 🙂 Wer die Jacke über einen dicken Pulli drüber ziehen möchte, sollte die Breite ggf. ein bis zwei Größen breiter nähen.

Desweiteren gibt es eine “Draußenvariante” der Jackenliebe, die aus Walk, dicken Strickstoffen, Softshell oder anderen dickeren Materialien hergestellt werden kann.

 

 

Linksammlung “Jackenliebe” (weil einige langsam verwirrt sind, was es alles gibt) 🙂

Hier seid ihr gerade – Originalbeitrag mit Schnittmuster und Anleitung für eine (Sweat/Jersey)-Jacke mit Kapuze und (Druck-) Knopfleiste

Extra Hinweise und Add-Ons für Walkjacke/Draußenjacke mit optional aufgesetzten Taschen u/o Knebelverschluss

Add-On Tutorial für seitliche Eingriffstaschen

Add-On Anleitung für die Jacke mit Reißverschluss

Add-On geschwungene große Taschen

Add-On Walkmantel statt Walkjacke

Add-On Walkjacke/mantel mit Stehkragen (ohne Kapuze)

Add-On Armklappen für Babys (an Beispiel einer Baby-Wollfleece Jacke)

Schnittmuster:

 (klickt hier)

(Bitte versteht, dass ich die Anleitungen nicht als PDF zur Verfügung stelle. Eine Umformatierung oder Kopie und Weitergabe (sowie jede andere Weitergabe) sind untersagt. Den Link zur Anleitung dürft ihr natürlich gerne teilen.)

Ihr braucht:

  • Hauptstoff und Futterstoff (Jersey, Strick, Sweat) // Stoffverbrauch s. Tabelle unten
  • Bündchenrest für Kapuze, optional für Armbündchen (s.Tabelle in der Anleitung unten)
  • Druckknöpfe (je nach Stoffdicke einfache Jerseydrücker oder Anorakdruckknöpfe) – natürlich könnt ihr auch mit echten Knöpfen und Knopflöchern arbeiten
  • Ein bisschen Bügelvlies (Bügeleinlage) zum Verstärken der Knopfleiste und evtl. Ösen
  • evtl. Ösen und Kordel

 

Stoffverbrauch (für Meterware, 150cm Breite)

Größe 62/68 74/80 86/92 98/104 110/116
Hauptstoff/Futterstoff

jeweils

50 cm 60 cm 70 cm 80 cm 90 cm

Was ihr euch vorher überlegen solltet…

Neben der Stoffwahl solltet ihr euch vor dem Losnähen entscheiden, ob ihr eine leicht ausgestellte Jacke nähen möchtet oder eine gerade Schnittform bevorzugt. Die ausgestellte Version findet sich im Schnittmuster. Man kann diese (z.B. für Krabbelmädchen) mit einem Gummi im Rückteil unten raffen, was ganz süß aussieht. Für die gerade Version müsst ihr das Schnittmuster begradigen – das geht ganz einfach und zwar so:

 

Begradigen des Schnittmusters (an Vorder- und Rückteil)

Sucht euch die engste Stelle des Vorder-/Rückteils (auf dem Bild mit Stern markiert) eurer Größe. Von dort zeichnet ihr euch parallel zum Bruch eine Linie runter zur entsprechenden Unterkante. Macht dies am anderen Teil (Vorder/Rück) genauso und schneidet wie gewohnt mit zusätzlicher Nahtzugabe zu. Fertig!

(der daraus resultierende leichte Längenunterschied der Seitenkanten fällt evtl. bei weniger dehnbaren Stoffen auf und kann einfach mit der Schere ausgeglichen werden) 😉

Zur Kapuze

Ich mag es gerne, die Kapuze mit Bündchen zu nähen. Wer die Kapuze lieber ohne Bündchen nähen möchte, sollte sie “oben” noch 3-4 cm verlängern (sowohl am Seitenteil – das ihr nach unten auslaufen lasst) als auch das Mittelteil (Vorsicht! dies nur um 1,5-2 cm, denn es liegt im Bruch).

Skizze (Beispiel in Gr. 110) :

Die Kapuze sollte aufgesetzt gut anliegen. Beim Probenähen gab es immer wieder kleine Unterschiede (je nach Frisur, Kopfgröße etc.) – daher empfehle ich euch, bei besonders großem Kopfumfang, Wuschelhaaren oder dicken Zöpfen die Kapuze mit großzügiger Verlängerung (s.o.) bzw. mit Verlängerung UND Bündchen zu nähen.

Weitere Ideen: Tasche, Aufhänger, Unterteilungen … es gibt noch unzählige Ideen für zusätzliche Tutorials, die eventuell folgen, wenn das Freebook Anklang findet, hier mal ein Beispiel:

Lasst eurer Phantasie freien Lauf – das schlichte Schnittmuster lädt zum Experimentieren ein!

Und los geht’s… bitte lest immer mindestens den kompletten Schritt einmal durch, bevor ihr näht 🙂

Hier geht’s zur Anleitung für die seitlichen Eingrifftaschen

Erläuterungen (v.a. für NähanfängerInnen)

Nähte: für elastische Stoffe nehmt auch elastische Stiche (sofern nicht anders angegeben) – z.B. Zickzackstich, Pseudooverlockstich oder idealerweise eine Overlockmaschine.

Rechte Stoffseite (=“schöne“ Vorderseite des Stoffs) / Linke Stoffseite (=Rückseite des Stoffs). “Rechts auf rechts” bedeutet z.B. dass die beiden schönen Seiten von zwei Teilen aufeinander gelegt werden und (dann mit den linken Seiten nach außen zeigend) zusammengenäht werden.

Varianten: die nähtechnisch einfachste Variante ist die Jacke mit Armbündchen (ohne Wendejacke), siehe unten 😉

Vorbereitungen

Zuschnitt:

Die Nahtzugabe ist diesmal NICHT enthalten. Warum? Dies vereinfacht mir die Schnittmustererstellung und die späteren Möglichkeiten für Schnittmustervariationen erheblich. Beim Zuschneiden der Stoffe müsst ihr also an allen Seiten (außer an den Brüchen) eine Nahtzugabe von beispielsweise 0,7cm hinzufügen.

Hier seht ihr alle Teile für ein Jäckchen (Vorderteil 2x gegengleich / Rückteil 1x im Bruch / Ärmel 2x je im Bruch / Kapuzenseite 2x gegengleich / Kapuzenmitte 1x im Bruch) … diese Teile müsst ihr jeweils aus Hauptstoff und aus Futterstoff zuschneiden. Außerdem braucht ihr noch ein Kapuzenbündchen aus Bündchenstoff und ggf. Ärmelbündchen (beides nicht im Bild).

Verstärkungen

Damit ihr lange etwas von eurer Jacke habt, solltet ihr die Knopfleisten an der Kapuze und den Vorderteilen sowie an allen Stellen, an denen ihr später Ösen anbringen möchtet, mit Bügelvlies auf der linken Stoffseite verstärken. So kann nachher nichts ausreißen.

Anleitung:

Schritt 1: Das Grundgerüst

Legt eure Vorderteile rechts auf rechts auf das Rückteil. Steckt an den Schulternähten zusammen und näht dort.

Breitet euch das Nähgut aus (rechte Seite zeigt zu euch hin). Legt dann einen Ärmel rechts auf rechts auf den Ärmelausschnitt (siehe Bild) und steckt ihn dort fest. Die Mittelmarkierung am Ärmel trifft dabei auf die Schulternähte. Näht den Ärmel an. Beim anderen Ärmel macht ihr es genauso.

Schritt 2: Die Kapuze

Näht die Kapuze: das rechteckige Kapuzenmittelteil liegt zwischen den beiden Kapuzenseitenteilen. Steck euch das Mittelteil rechts auf rechts an die große Rundung eines Seitenteils und näht diese zusammen. Das andere Seitenteil kommt in gleicher Weise (spiegelverkehrt) an das Mittelteil.

! Beachte bei Oben/Unten-Stoffen, dass das Mittelteil richtig herum liegt !

 

Wenn ihr (Fake-)Kordeln anbringen möchtet, verstärkt euch die Positionen der Ösen mit Vlieseline und bringt die Ösen beidseits an.

Markiert euch die Mitte am Rückenteil (Halsausschnitt) und am Mittelteil der Kapuze (Halsausschnitt). Passt gut auf, dass ihr die Kapuze mit der Kapuzenunterkante (!) annäht (haltet euch lieber nochmal das Schnittmuster an, um diese Fehlerquelle zu vermeiden) – falls hier die Teile schlecht zusammen passen, solltet ihr stutzig werden.

Steckt nun die Mitten rechts auf rechts zusammen. Von dort ausgehend könnt ihr dann die Kapuze an den Halsausschnitt an Vorder- und Rückteil stecken…. und nähen.

Wenn ihr ein Bündchen an die Kapuze nähen wollt, tut dies jetzt an der Jacke aus Außenstoff. Faltet den Bündchenstreifen längs links auf links. Legt ihn von der Kapuzenmitte ausgehend (Mitte am Kapuzenmittelteil vorne) mittelstark gedehnt an. An den Rändern lasse ich das Bündchen einfach flach auslaufen (siehe Bild). Näht das gedehnte Bündchen an, OHNE den Hauptstoff zu dehnen. Das überstehende „Dreieck“ an den Enden wird nach dem Annähen abgeschnitten. 

Tipp: Es empfiehlt sich, entweder diese Naht oder später die Kapuzennaht beim Zusammennähen der Jacken mit dehnbarem Stich der Nähmaschine (Dreifachgeradstich) zu nähen, damit man am Ende nicht zwei Overlocknähte aufeinander hat. 

(Bündchenmaße laut Schnittmuster sind Angaben für normale Bündchenware. Wenn ihr besonders dehnbare Bündchen/Rippbündchen habt, braucht ihr es kürzer)

 

Schritt 3: Die Seitennähte

Schließt die Seitennähte: Legt euch das Jäckchen mit der rechten Seite nach oben vor euch hin und klappt die Ärmel rechts auf rechts zusammen, genauso das Vorder- und Rückteil. Steckt euch v.a. die Stelle in der Achsel fest – dort treffen die Ärmelnähte zusammen. (Bild dazu siehe unten / Schritt 4 beim Innenjäckchen).

Schritt 4: Innenjacke

Nun kommt das Futterjäckchen dran… es wird ganz genauso wie der Hauptstoff genäht, ABER beim Schließen der Seitennähte müsst ihr unbedingt eine Wendeöffnung (ca. 7cm) offen lassen.

Schließen der Seitennähte (nur die Kapuze fehlt hier noch…) – an Wendeöffnung beim Innenjäckchen denken

Schon verstärkt? Hier habt ihr die letzte Chance, die Knopfleisten zu verstärken! 

Schritt 5: Das Verstülpen

Legt euch die Innenjacke rechts auf rechts in die Außenjacke (oder die Außenjacke in die Innenjacke). Die rechten Stoffseiten schauen sich im Inneren an, die linken Stoffseiten zeigen zu euch nach außen.

Steckt euch die Jacken entlang der Knopfleisten, entlang der Kapuzenöffnung und entlang des unteren Saums (also rundherum) zusammen. Achtet darauf, dass die Nähte der Außenjacke mit den Nähten der Innenjacke zusammen treffen. Dann näht ihr die Jacken ringsrum aneinander. (Knopfleiste, Unterkante, Knopfleiste, Kapuze). Beim Kapuzenbündchen muss der Stich unbedingt dehnbar sein und ihr näht auf oder knapp jackenseitig/innerhalb der bestehenden Naht.

Dann könnt ihr das Jäckchen durch die Wendeöffnung wenden, Ecken ausformen und die Ärmel ohne zu Verdrehen ineinander stecken.

Die Jacke sieht schon fast fertig aus!

Schritt 6: die Ärmelöffnungen schließen

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Ärmel ohne Bündchen (Wendejacke) – die Standardversion, minimal kniffelig
  • Ärmel mit Bündchen (ohne Wendejacke) – gut für NähanfängerInnen
  • Ärmel mit Bündchen (Wendejacke) – für Erfahrenere, wird hier kurz beschrieben (“=innen schön”)

Ohne Bündchen

Nun nochmal aufgepasst: Die Ärmel müssen zusammengenäht werden. Dafür legt ihr euch die Jacke, wie sie später aussehen soll (Außenstoff ist außen) vor euch hin. Vergewissert euch, dass die Ärmel im Inneren nicht verdreht sind. Dann zieht 3cm des Innenärmels aus der Ärmelöffnung heraus und legt Naht auf Naht.

Klappt diesen Innenärmel zweifach nach außen um (je 1cm), sodass er über den Außenärmel klappt. Haltet Innen- an Außenärmel zwischen Daumen und Zeigefinger fest und greift mit der anderen Hand durch die Wendeöffnung. Übergebt den zusammengehaltenen Ärmelteil an die Wendeöffnung-Hand und zieht ihn aus der Wendeöffnung heraus.

Wenn ihr das Stoffstück genau inspiziert (ggf. einmal aufklappen), seht ihr nun, wie Innen- und Außenärmel (rechts auf rechts) aufeinander liegen. Genauso steckt ihr euch die Ärmel ringsrum aneinander.

Danach näht ihr ringsherum. Holt den Ärmel wieder zurück durch die Wendeöffnung. Der andere Ärmel wird genauso gearbeitet.

Ich gebe zu, dieser Schritt fühlt sich etwas seltsam an, aber er funktioniert prima. Wenn man es ein paar Mal gemacht hat, läuft es wie von selbst. Das Nähen von Ärmeln und Hosenbeinen bei gefütterten Kleidungsstücken auf diese Art könnt ihr vielfach anwenden, es lohnt sich also, es zu „erlernen“ 😉 

Mit Bündchen (ohne Wendejacke) – ganz einfach

Ihr könnt auch schnell und einfach Bündchen annähen! Dafür müsst ihr die Ärmel etwas kürzen (siehe Tabelle, Maße sind INKL. Nahtzugabe) und euch zusätzlich zwei Bündchen aus Bündchenstoff zuschneiden:

(Bündchenmaße sind Angaben für normale Bündchenware. Wenn ihr besonders dehnbare Bündchen/Rippbündchen habt, braucht ihr es etwas kürzer – bei Jersey etwas weiter)

Bebilderte Anleitung und Tipps? – Na klar, findet ihr alles unter “Bündchenwissen” (klick) 

Entweder näht ihr das Bündchen an die “fertige” Jacke (gleichzeitig an Innen- und Außenstoff) oder ihr könnt – bei dicken Stoffen – auch erstmal das Bündchen an die Außenjacke nähen, dann die Innenjacke einziehen, Bündchen umklappen und nochmal drüber nähen). 

Mit Bündchen (Wendejacke)

Dies ist eine Kombination aus beiden vorher genannten Möglichkeiten. Kürzt die Ärmel und bereitet euch die Bündchen vor. Näht zuerst das Bündchen wie oben beschrieben NUR an die Außenjacke (Innenjackenärmel stopft ihr erstmal ins Jackeninnere). Danach folgt ihr der Anleitung “Ohne Bündchen”, wo ihr die Ärmel durch die Wendeöffnung zieht und schließt. Die Bündchen müssen beim Zusammenfügen der Ärmel zurückgeklappt sein und zwischen beiden Stofflagen liegen.

Schritt 7: Die letzten Feinheiten:

Absteppen:

Zuletzt bügelt ihr die Knopfleiste und den unteren Rand der Jacke von rechts und steppt ihn nochmal von außen sauber mit passender Garnfarbe ab – dafür nehme ich einen langen einfachen Geradstich. Wichtig ist, dass ihr niemals am Stoff zieht!

Die Ärmel (ohne Bündchen) könnt ihr ebenfalls absteppen. Bei der Kapuze (mit Bündchen) würde ich beim Absteppen gut aufpassen – wenn ihr wirklich absteppen wollt, dann unbedingt mit elastischem Stich.

Fake-Kordeln einlegen:

Durch eure Ösen fädelt ihr euch passende Kordeln. Greift durch die Wendeöffnung ins Jackeninnere und zieht einen Teil der Kapuze heraus. Dort befestigt ihr die Kordelstücke innen an der Nahtzugabe der Kapuze. So kann man die Naht von außen nicht sehen. Benutzt nur wenige Stiche, sodass die Kordeln im Ernstfall abreißen können.

Jacken aneinander befestigen:

Damit Innen- und Außenjacke nicht verrutschen können, könnt ihr punktuell die Nahtzugaben per Hand mit ein paar Stichen aneinander nähen, z.B. im Bereich der Schulternähte oder unter den Achseln.

Rückteil raffen:

Bei kleinen krabbelnden Kindern finde ich es sehr praktisch, wenn das Jäckchen am Rückteil etwas gerafft ist, sodass es gut über dem Po anliegt.

Dafür habe ich einen Gummi zwischen den Stofflagen an der Nahtzugabe der unteren Seitennaht (siehe Bild) befestigt. Durch die Wendeöffnung kommt man da gut hin. Danach habe ich den „Tunnel“ mit Stecknadeln abgesteckt (Gummi verläuft am unteren Rand des Jäckchens) und abgesteppt. Dabei achtet darauf, dass ihr den Gummi nicht mit festnäht.

(Durch eine offene Wendeöffnung lässt sich der Gummi auch nach der ersten Anprobe nachspannen, genauso wie es für euch am besten passt).

gerafftes Rückteil beim Krabbelbaby

…und zu guter Letzt:

Die Wendeöffnung schließen und Knöpfe anbringen. Die oberen Knöpfe sind am Kapuzenteil und der untere Knopf recht weit unten am Vorderteil (damit das Jäckchen später dort nicht offen steht) 🙂

Tipps zum gleichmäßigen Anbringen von Knöpfen findet ihr hier (Klick)

Ihr habt’s geschafft! Viel Spaß mit eurem Unikat!

 

 

Ich danke von Herzen für die tatkräftige Unterstützung der vielen Hände voller Jackenliebe…

Die Probenäherinnen:

Adina Albertsen – Grinseäffchen

Andrea – zwirrlzwirn

Anissa Ehlers – Metloewe (Insta) // Metloewe (FB)

Anne Jung – herzensgruen

Christina – purzelkind

Debby – debbyskram

Dominique – Kohlenstoff (Insta) // Kohlenstoff (FB)

Elinor – piggelli (Blog) // piggelli (FB) // piggelli (Insta)

Ina Pohl – dorflebenhoch4

Jana – carolillie

Jenny – frolleingluecklich (Insta) //  frolleingluecklich (FB)

Jessica – Ankerwerk (Insta) // Ankerwerk (FB)

Julia Verfürth – Mama Moabit

Lea – Schneckbert

Marina Bro – maryhaends

Nicole – La Tschuetta

Patricia Störmer – paddystoermer

Petra Rischka – kleinerSTRIEZE

Sabrina Hammerer – Nähhammerer

Sopie – lalasophiebackt (Blog) // lalasophiebackt (Insta)

Tanja Greger-Strebel – Mameli

 

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Bitte beachtet, dass meine Anleitungen und Schnittmuster nur für private Zwecke gedacht sind und weder gewerblich genutzt noch kopiert und auch nicht als die eigenen ausgegeben oder gar weiterverkauft werden dürfen. Sehr gerne dürft ihr natürlich auf meine Anleitungen verlinken!

Spezielle Lizenzen für Kleinunternehmer sind (nach dem Give-what-you-want-Prinzip) erhältlich. Weitere Infos HIER (klick!)

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Mein Werkzeug zum Nähen von Kinderkleidung (unbezahlte “Werbung”): 

Schneidematte* von Prym

Rollschneider* von Prym

Stoffklammern* oder Stecknadeln*

Schneiderschere*

großer Esslöffel (zum Wenden und Falzen)

Essstäbchen (zum Ausformen der Ecken)

Feuerzeug (zum Abflammen von Plastikbändern und -kordelenden)

weiße Stifte (Aquarellstift und Stabilo Woody* – letzteren habe ich meiner Tochter geklaut. Zum Übertragen von Markierungen und Nahtlinien auf den Stoff)

Bleistift (zum Übertragen von Markierungen auf Stoff sowie zum Abpausen der Schnittmuster)

Roll-Maßband*

und natürlich ein Nahttrenner* 😉

 

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