Babyballonkleid nähen – Freebook “Wirbelkind”

*einfach und schnell ein Babyballonkleid nähen – Größe 62-80*

zum Ballonkleid für Kinder (Gr. 86-110) geht’s übrigens HIER!


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Die kleine Prinzessin mag sehr sehr gerne Kleider – an schweren Latzhosen wird meistens nach kurzer Zeit schon “gezuppelt”… aber was tun, wenn die Zeit der sommerlichen Temperaturen vorüber ist?

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Es muss ein langärmliges Kleid her und zwar schnell!

Mittlerweile hat sie das Kleid schon den ganzen Winter immer mal an und es ist sehr praktisch. In der Wohnung tippelt sie mit der Strumpfhose drunter herum und wenn es raus geht, wird einfach eine dicke Hose (zum Beispiel diese hier) oder der Schneeanzug drüber gezogen, sodass das Kleidchen wie ein langes Shirt ist, das bis über den Po geht und nicht hochrutscht.

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Das Babyballonkleidchen ist in der Länge so konzipiert, dass es beim Krabbeln möglichst wenig stört (d.h. es sollte nicht zu lang für Krabbelkinder sein). Falls es doch Probleme gibt, könnt ihr den unteren Saum mit Gummi jederzeit noch einmal neu (kürzer) abnähen.

Los geht’s mit dem süßen Ballonkleidchen – ich hoffe, der Schnitt kommt bei euch genauso gut an wie bei uns! 🙂

An dieser Stelle: ein großes DANKESCHÖN an die Ballonkleid-Probenäherinnen. Ihr wart klasse! Dank eurer tollen Tipps ist das Freebook noch viel besser geworden!

Für das Ballonkleidchen für Kinder in Gr. 86 – 110 geht’s HIER lang 🙂 

Wollt ihr eine Unterteilung des Vorderteils (mit/ohne Paspel)?

-> Zum Add-On für das Ballonkleid mit Unterteilung (klick!)

Außerdem gibt’s das Ballonkleidchen auch mit Rundhals-Ausschnitt!

-> Zum Add-On für den Rundhalsausschnitt (klick!)

 

Ihr braucht:

– Jersey-Stoff (muss unbedingt gut dehnbar sein! Bei Sweatstoff kann es zu Problemen beim Anziehen der Ärmel kommen)

– Gummiband oder Bündchen (für den unteren Abschluss), Bündchen (nach Tabelle) für den Ausschnitt und die Ärmel. Ihr könnt alternativ die Bündchen an Halsausschnitt und Ärmeln auch aus normalem Jerseystoff (passend zum Kleidchenstoff) machen und braucht dann keinen extra Bündchenstoff.

– wie immer Nähmaschine (oder zusätzlich Overlockmaschine) und Garn

Bündchentabelle (Angaben Zuschnitt “im Fadenlauf” x Zuschnitt “gegen den Fadenlauf” also Höhe x Länge (wenn man so will), Angaben nicht im Bruch angegeben)

Hals-/Nackenausschnitt (2x) Armbündchen (2x)
Größe 62 5 x 29 cm 7 x 12 cm
Größe 68 5 x 32 cm 7 x 12 cm
Größe 74 5 x 34 cm 7 x 13 cm
Größe 80 5 x 35 cm 7 x 14 cm

Schnittmuster zum kostenlosen Download: 

 (klickt hier)

(Bitte versteht, dass ich die Anleitungen nicht als PDF zur Verfügung stelle. Eine Umformatierung oder Kopie und Weitergabe (sowie jede andere Weitergabe) sind untersagt. Den Link zur Anleitung dürft ihr natürlich gerne teilen.)

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Das solltet ihr euch vorher überlegen:

  • Länge des Kleidchens: die Länge des Schnittmusters ist für Krabbelbabys konzipiert (d.h. das Kleidchen wird eher kurz, damit es beim Krabbeln nicht stört). Wer für laufende Kinder näht, sollte unten an Vorder- und Rückenteil noch je bis zu maximal 5cm Länge hinzugeben). Unser dunkles Kleid (siehe Fotos) habe ich für die kleine Rennmaus auf diese Weise extra länger gemacht.
  • Unterer Abschluss: Hier beschrieben ist der Abschluss mit Einnähen eines Gummibands.

Alternativ könnt ihr aber auch ein Bündchen annähen (wie beim dunklen Kleid auf den Fotos, die Schnittlänge bleibt gleich).

Alternativ könnt ihr auch den unteren Rand doppelt umnähen (bzw. ein “faules Bündchen” wie HIER (bei den Ärmeln) beschrieben) annähen und ein Gummiband durchziehen, dafür gebt ihr unten an Vorder- und Rückenteil noch 3cm mehr an Länge zu.

  • Ärmelabschluss: Hier beschrieben sind normale Bündchen an den Ärmeln. Wenn ihr lieber faule Bündchen (wie HIER (bei den Ärmeln) beschrieben) nähen möchtet, braucht ihr 4cm längere Ärmel.

 

Anleitung Ballonkleidchen für Babys und Kinder 

Schnittmuster herunterladen, ausdrucken (auf Druckgröße=100% achten!) und in entsprechender Kleidergröße ausschneiden. Zusammenkleben an den mit Großbuchstaben markierten Kanten.

Die Nahtzugabe von 0,7cm ist schon enthalten.

Der Fadenverlauf des Stoffes ist immer entlang des Bruches am jeweiligen Schnittteil. 

Schnittteile:

  • Vorderteil* (1x im Bruch) aus Jersey, Markierung übernehmen
  • Rückenteil* (1x im Bruch) aus Jersey, Markierung übernehmen
  • Ärmel (2x im Bruch) aus Jersey, jeweils am Bruch an der Schulter markieren (=Mitte).
  • Bündchen (nach Tabelle), aus Jersey oder Bündchenware

1. Stoff zuschneiden (dabei auf Fadenverlauf bzw. Stretchverlauf achten, v.a. an den Ärmeln!). Markierungen am Stoff innerhalb der Nahtzugabe auf der linken Seite setzen (siehe schwarze Markierungen im Schnittmuster; ich mache z.B. mit weichem Bleistift immer einen Strich am Rand)

2. Bündchen am Hals/Nacken annähen:

Dies ist der erste, aber kniffligste Schritt! Die unterschiedliche Spannung des Bündchens (s.u.) ist sehr wichtig, also näht schön langsam und konzentriert 😉 

An Vorder- und Rückenteil werden jeweils die beiden Bündchen wie folgt angenäht. Die Bündchen mittig falten (schöne Seite nach außen, sie sind jetzt 2cm breit) und mit der Öffnung nach oben zum Stoffrand auf die rechte Seite des Halsausschnitts (von unten) anlegen (siehe Bild) – dabei stehen die Bündchen mit beiden Enden mindestens je 2cm (besser 3-4cm) über den Shirtstoff hinaus.

WICHTIG: Beim Nähen darauf achten, dass das Bündchen an den Schultern nicht/kaum gedehnt wird und mittig am Hals/Nackenausschnitt mittelstark gedehnt wird, damit es sich schön anlegt. Außerdem: Die Halsausschnitte an Vorderteil- und Rückteil sind nicht gleich lang – die Bündchen aber (der Vereinfachung halber) schon… d.h. verlasst euch bitte nicht auf die Länge des zugeschnittenen Bündchens (meist ist es zu lang), sondern auf euer Fingerspitzengefühl beim Dehnen des Bündchens, damit es später nicht absteht!

Wer möchte, kann die Naht noch von rechts mit einem Zierstich absteppen – ich verzichte in der Regel darauf. 

3. Halsausschnitt nähen:

Zuerst das Vorderteil mit der rechten Stoffseite nach oben vor euch hinlegen. Danach das Rückenteil (ebenfalls rechte Seite nach oben) darüber legen (nicht vertauschen!).

Die Schulterteile überlappen sich und die beiden Markierungen (schwarze Balken auf dem Schnittmuster) liegen genau aufeinander, dort feststecken. Um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen, solltet ihr auf die “Zipfel” vom Rückenteil achten. Sie sollten rechts und links auf der gleichen Höhe sein. Hier daher auch noch gut feststecken (siehe Foto: Nadeln an den Bündchen)! Den Stoff solltet ihr an dieser Stelle einfach locker aufeinander legen und nicht stretchen.

WICHTIG: Unbedingt darauf achten, dass die angenähten Bündchen ausgeklappt sind und auch die obere, geschlossene Bündchenkante über den Stoff hinausguckt und mitgenäht wird (siehe Pfeil im nächsten Bild). Lieber das Bündchen noch etwas weiter (auf die linke Seite) “rausziehen”.

shirt4j

hier sieht man die Arbeit jetzt (schon nach dem Nähen) von links – nicht verwirren lassen. Es soll nur verdeutlichen, dass die obere Bündchenkante (Pfeil) UNBEDINGT mitgenäht werden muss. Hier ist es seeehr knapp gewesen!

Jetzt innerhalb der Nahtzugabe einmal von Bündchen zu Bündchen nähen (gelbe Linie). Da es nur dem Fixieren dient, macht ihr das am besten mit einem Geradstich der normalen Nähmaschine (oder gaaanz am Rand mit der Overlock-Maschine – dabei die Markierung nicht abschneiden) 😉 . Dasselbe macht ihr auf der anderen Seite natürlich auch.

4. Ärmel annähen:

(Wer möchte, kann vorher schon die Ärmelbündchen nähen, dann muss man sie nachher nicht im Kreis schließen, hat jedoch eine Naht auf der linken Seite bis vorne. Ich mache das höchstens bei ganz kleinen Größen (56/62) mit der Overlock-Maschine… wenn ich mal nicht so Lust auf “Mini-Feinarbeit” hab – also eigentlich nie) 😉

Das Nähgut mit der rechten Seite nach oben ausgebreitet hinlegen und den ersten Ärmel mit der linken Seite nach oben von mittig aus an die Ärmelöffnung anlegen (siehe nächstes Bild). Die Markierung an der Ärmelmitte trifft auf die (aufeinanderliegenden) Markierungen von Vorder- und Rückenteil. Dort feststecken.

Genäht wird von vorderer/hinterer Achsel über die Schulter (=Markierungen in der Mitte) bis zur hinteren/vorderen Achsel. Man muss den Stoff immer ein bisschen nachjustieren, damit die Stoffe gut aufeinander zu liegen kommen.

Bis zur Markierung habe ich schon festgesteckt, den Rest stecke ich fest, wenn ich mit der Nähmaschine in der Mitte angekommen bin.

5. Zusammennähen:

Alles aufklappen und rechts auf rechts die Rückenseite auf die Vorderseite legen. Es sieht nun schon fast aus wie ein fertiges Kleid, nur auf links.

In Achsel feststecken und Seitennähte vom Ärmel bis zur Flanke schließen, dabei kann auch noch ein Label oder Webband eingenäht werden.

6. Ärmelbündchen annähen:

Dafür legt ihr ein Bündchen rechts auf rechts (der Länge nach) und schließt es zum Kreis. Danach wird es in der Breite einmal (mit der schönen Seite nach außen) gefaltet. Ihr markiert euch die Hälften (an der Naht und gegenüberliegend). Das Bündchen wird mit dem “offenen” Ende zur Ärmelöffnung hin zeigend über den Ärmel gesteckt (siehe Bild). Die Markierungen der Bündchen-Hälften treffen auf die Naht bzw. die obere Mitte des Ärmels.

Dann einmal unter leichter Dehnung des Bündchens rundherum nähen, sodass sich das Bündchen gleichmäßig anlegt.

Anderes Ärmelbündchen genauso nähen.

7. Ballongummi am Bauch einnähen (alternativ: Bündchen annähen):

Hierfür habe ich beim ersten Mal an einem Reststückchen mit Gummi geübt, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie der Stoff mit dem Gummi transportiert wird und wie stark ich am Gummi ziehen muss.

Ihr verwendet das Gummi so wie es ist – nicht zum Ring geschlossen. Der Rand des Stoffes wird unten am Kleidchen einmal umgeklappt und das Gummi wird in die Falte hineingelegt (linkes Bild). Den Anfang bereitet ihr vor und klemmt ihn unter die Maschine. Nadel in den Stoff fahren, die linke Hand legt die Falte vor und die rechte Hand zieht mit Gefühl am Gummi. So wird ganz vorsichtig losgenäht und die Rundung entlang gearbeitet. Am Ende näht ihr einfach die Runde fertig (das Gummi ist ja überall durch die Naht fixiert).

 

So sieht mein fertiger Abschluss mit Gummi aus:

Wenn ihr lieber ein Bündchen annähen möchtet, messt den unteren Randumfang aus und multipliziert ihn mit 0,6-0,8 (stark dehnbare Bündchen wie Ripp-bündchen eher enger wählen). Das Bündchen dann in jeweiliger Länge und Höhe zuschneiden (z.B. 7cm, dann hat man am Ende ein knapp 3cm hohes Bündchen, da es ja noch umgeklappt wird). Wie man Bündchen annäht? So wie die Ärmelbündchen 🙂 das Annähen eines Bauchbündchens habe ich hier schonmal beschrieben oder wenn ihr es genauer braucht, schaut einfach eine Videoanleitung auf youtube oder ihr eignet euch hier bei Metterschling&Maulwurfn schön zusammengetragenes Bündchenwissen an. 

Jetzt seid ihr fertig! 🙂

Viel Spaß beim Nähen!

Alles Liebe, 

Lila-wie-Liebe

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Bitte beachtet, dass meine Anleitungen und Schnittmuster nur für private Zwecke gedacht sind und weder gewerblich genutzt noch kopiert und auch nicht als die eigenen ausgegeben oder gar weiterverkauft werden dürfen. Sehr gerne dürft ihr natürlich auf meine Anleitungen verlinken!

Spezielle Lizenzen für Kleinunternehmer sind (nach dem Give-what-you-want-Prinzip) erhältlich. Weitere Infos HIER (klick!)

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Mein Werkzeug zum Nähen von Kinderkleidung (unbezahlte “Werbung”): 

Schneidematte* von Prym

Rollschneider* von Prym

Stoffklammern* oder Stecknadeln*

Schneiderschere*

großer Esslöffel (zum Wenden und Falzen)

Essstäbchen (zum Ausformen der Ecken)

Feuerzeug (zum Abflammen von Plastikbändern und -kordelenden)

weiße Stifte (Aquarellstift und Stabilo Woody* – letzteren habe ich meiner Tochter geklaut. Zum Übertragen von Markierungen und Nahtlinien auf den Stoff)

Bleistift (zum Übertragen von Markierungen auf Stoff sowie zum Abpausen der Schnittmuster)

Roll-Maßband*

und natürlich ein Nahttrenner* 😉

 

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Verlinkt bei: nähfroschkiddikram, sewmini, rarinäht, nähzeit am wochenende

Ich hoffe, meine kostenlose Anleitung zum Nähen eines Ballonkleids für Babys hat euch gefallen und freue mich sehr über Feedback per Kommentar, Email, Facebook etc.!

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