Eine Stoffpuppe selbst nähen, mit modelliertem Puppengesicht, beweglichen Gliedmaßen und beweglichem Kopf? Geht das? Aber klar… ich habe für meine Tochter eine Puppe nach dem Onlinekurs “Momo” von Yayapan_Dolls (die Puppenmacherschule) genäht. Ein ganz ehrlich eher großes Projekt, das auch erst ganz knapp vor Weihnachten fertig wurde.

Hier habe ich für euch ein paar Bilder und einige Worte zur Anleitung zusammengefasst. So ein Projekt macht einen schon irgendwie stolz. Obwohl ich schon etliche Puppen genäht habe, war dieses Projekt wieder ganz besonders interessant für mich. Dies ist meine erste bewegliche Puppe mit Gelenken und Biegeskelett und ich fand es richtig spannend, sie zu nähen.

Aber von Anfang an: Ich hatte mich vor einigen Jahren ja bereits mit dem Puppennähen befasst und zwei Babypuppen nach dem Kurs “Emma und Elliot” von Yayapan gemacht. Dies hat mir total gut gefallen, weil alles so gut erklärt ist. Das Filzen der Gesichter habe ich sehr gut dabei gelernt. Außerdem bin ich aufgrund der drei kleinen Kinder zeitlich recht unflexibel und habe es bisher nie geschafft, einen fixen Puppennäh-Kurs irgendwo zu besuchen. Umso praktischer ist für mich aktuell so ein Video-Kurs, den man ansehen und weiterführen kann, wann es einem selbst gerade passt.

Und nun kommt aber auch schon der Nachteil: den Kurs habe ich mir vor einem guten Jahr selbst gekauft und ganz motiviert mit einem Kopf-Rohling gestartet. Dann kamen tausend andere Dinge dazwischen und alles blieb erstmal richtig lange liegen. Es fehlte mir die ganze Zeit der Mut, so ein großes Projekt weiter zu machen. Bis schließlich der Wunsch einer “großen” Puppe zu Weihnachten kam und da war es dann aber allerhöchste Zeit.

puppe nähen haare wolle

Stück für Stück wurde dann dieses große Puppenkind erschaffen. Mich hat es ganz schön Zeit gekostet, aber dafür richtig richtig viel Spaß gemacht.

Vor allem der bewegliche Hals macht echt was her; er verleiht der Puppe so einen Charakter, sie schaut einen frech mit geneigtem Kopf an. Das ist schon wirklich cool. Im Körper steckt ein Biegeskelett, das im Bereich des Körperstamms versteift wird, am Hals aber frei bewegt werden kann. Es wird im Trikotschlauch des Körpers dann in den Kopf hineingezogen. Das funktioniert, weil der gefilzte Kopf unten ein Loch hat. Definitiv mein persönliches Highlight an dieser ganzen Aktion.

Auch der leicht geöffnete Mund ist super, denn so kann sie mit der Puppentrinkflasche gefüttert werden. Und der Babyschnuller der Kunststoffpuppe, der passt auch hinein.

Auch die Armgelenke sind schon klasse, da kann die Puppe richtig in Position gebracht werden. An den Beinen sind mir die Gelenke irgendwie nicht optimal gelungen. Ich empfinde sie für Beingelenke recht locker und “zu viel” beweglich. Vielleicht stimmt auch irgendetwas mit der Achse nicht, denn zum Sitzen muss sie die Beine ziemlich stark spreizen. Nun hatte ich ihr letztendlich eine enge Leggins drunter gezogen und zumindest meine Tochter ist sehr zufrieden mit ihr 😉

Im Second Hand Shop habe ich vor einiger Zeit rote Gummistiefel (ursprünglich von Baby Annabell) entdeckt, die passen der Puppe prima. Richtig toll ist, dass sie mit etwas Fingerspitzengefühl sogar frei stehen kann! Aber es ist schon sehr befremdlich, wenn plötzlich so eine Puppe irgendwo in der Küche steht. Ohne die Stiefel ist das freie Stehen allerdings nicht möglich.

Die Kleidung für die Puppe habe ich selbst gemacht. Allerdings alles frei Hand – lediglich für die Strickmütze habe ich meine Anleitung mal aufgeschrieben, ihr findet sie hier.

Wer motiviert ist, Puppen zu nähen, der kann sich bei Joanna (Yayapan) sehr gut umsehen. Auf ihrem YouTube Kanal gibt es auch immer wieder kostenlose Tutorials rund um dieses Thema.

Den Onlinekurs von Yayapan findet ihr über Etsy hier. Es gibt die Anleitung auch auf Englisch.

Meine Materialien habe ich alle selbst gekauft, größtenteils über Wollknoll.eu

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