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Der vorerst letzte Beitrag zu den Stoffwindeln (3/3) dreht sich ums Innenleben der Windeln. Auch Saugeinlagen und Innenwindeln lassen sich nämlich ganz einfach selbst nähen! Hier findet ihr Anleitungen zu Frotteeeinlagen, Hanfflats und Innenwindeln.Weiterlesen

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Überhosen für Stoffwindeln lassen sich ganz einfach selbst nähen. (Stoffwindel-Beitrag 2 von 3) So kann man wunderbar Stoffreste verwerten und seine eigenen Designideen umsetzen. Hier zeige ich euch, wie ihr mit Hilfe eines beliebigen Windelschnittmusters eure eigenen Stoffwindel-Überhosen näht!Weiterlesen

In diesem kleinen Tutorial zeige ich euch, wie ihr einen Knopf mit beliebigem Stoff überziehen könnt! Es ist wirklich einfach und sieht z.B. oben auf einer Mütze richtig toll aus. So ein bezogener Knopf lässt sich schnell per Hand herstellen:

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Knopf mit Stoff umnähen – Schritt für Schritt Anleitung

Je kleiner der Knopf ist, desto dünner sollte der Stoff sein, mit dem er überzogen wird. Bei großen Knöpfen kann man dünne oder auch dickere Stoffe wählen.

1) Stoff-Zuschnitt

Wählt euch einen beliebigen Knopf aus (Design ist egal, nur die richtige Größe ist wichtig). Legt den Knopf auf euren Stoff. Zeichnet euch auf dem Stoff einen Kreis, dessen Durchmesser doppelt so groß wie der des Knopfes ist.

Schneidet den Kreis aus. Bei stark fransenden Stoffe solltet ihr den Rand ringsum noch versäubern.

2) Knopf ummanteln

Damit ihr nun den Stoff möglichst schön um den Knopf bekommt, macht ihr erstmal eine Handnaht randnah rundum, bei der ihr immer auf und ab stecht (bekannt als Heft- oder Vorstich). Die Nahtenden lässt du schön lang hängen ohne sie zu verknoten. Benutze möglichst stabiles Garn dafür.

Dann legst du den Knopf hinein und ziehst an den Fäden. Dadurch rafft sich der Stoff um den Knopf und umgibt ihn sauber. Knote nach dem Raffen die Fäden zusammen, um alles ein bisschen zu fixieren.

3) Befestigen

Um das Ganze ein wenig zu befestigen, nähst du bei Bedarf noch auf der Knopfrückseite die gegenüberliegenden Stoffkanten mit langen Stichen per Hand aneinander. Danach nähst du den Knopf auf deinem Kleidungsstück fest. Bei einer Mütze kann man auch schön den Stoff, der am Knopfrand liegt, mit annähen (den Stoff-Knopf quasi rundherum mit Matratzenstich am Stoff befestigen). Dann liegt er schön an.

Fertig 🙂

Hier zeige ich euch, wie ihr an einen einfachen Rundhalsausschnitt eine vordere Knopfleiste näht.

Die Knopfleiste an meinem Beispiel am Bodykleid “Sommerteilchen” wird 1,5cm breit.

Ganz identisch könnt ihr natürlich auch (anstelle einer vorderen) eine hintere Knopfleiste am Rücken nähen.

Ihr habt die Möglichkeit, die Knopfleiste mit Bündchen einzufassen (1. Anleitung, siehe unten) oder mit Einfassstreifen (2. Anleitung, siehe unten) – mit Bündchen finde ich es etwas einfacher. Die Änderungen des Schnittmusters sind für beide Varianten gleich.

Bündcheneinfassung bei Puppenkleidchen 

Änderungen des Schnittmusters für beide Varianten

Zuerst müsst ihr euch euer Schnittmuster zur Hand nehmen. Meines hat am Vorderteil oben einen Stoffbruch.

Hier fügt ihr eine zusätzliche “Leiste” von 3,5cm hinzu, die zur späteren Knopfleiste werden soll (inklusive Nahtzugabe).

Zuschnitt

Beim Zuschneiden müsst ihr nun das neue Vorderteil nicht mehr im Bruch, sondern 2x gegengleich zuschneiden (inklusive zusätzlicher Knopfleiste!)

Nähen mit Bündchen (kein Einfasssteifen) (NEU 06/2021)

Vorbereitungen: 

Ihr schließt die Schulternähte rechts auf rechts und versäubert die Knopfleisten (blaue Pfeile). Wenn ihr die Knopfleisten doppelt einschlagen möchtet, tut den ersten Einschlag schon jetzt und steppt ihn fest (in meinem Beispiel klappe ich einfach die versäuberte Kante nach innen um). Bügelt die Knopfleiste um, so wie sie später eingeklappt wird. 

Jetzt etwas, das ist ständig beim Nähen brauchen werdet:

Länge des Bündchens berechnen: Messt nun vom „Knick“ bis zum Knick der anderen Seite die Streckt und multipliziert mit 0,7 (für normale Bündchenware). Dann gebt 2cm dazu (für die überstehenden Ränder später). Die Breite bzw. Höhe des Bündchens ist etwa 4-5cm, je nach Belieben und Größe. (Bei 4cm Bündchenstreifen wäre die endgültige Bündchenhöhe etwa 1-1,5cm, je nachdem, wie groß eure Nahtzugabe ist). 

Schneidet das Bündchen zu. 

Näht das Bündchen nun auslaufend an. Dafür klappt die Knopfleiste aus und markiert euch erstmal den Punkt mit Trickmarker (Stift, der wieder verschwindet) auf der Falte, wo Nahtzugabe und Falte sich treffen.

Hier muss das Bündchen schräg angelegt werden, denn das ist die spätere Ecke. Ihr könnt euch die ersten Zentimeter mit einem Geradstich an der Nähmaschine markieren oder gleich mutig mit der Overlock nähen. 

Jetzt ist eure letzt Chance, um die Knopfleiste noch schnell mit Bügelvlies zu verstärken. Dann klappt ihr einfach die Knopfleiste an der Falte um, wobei sich die Falte schön über den Bündchenansatz legt. Das sieht richtig ordentlich aus 🙂 

So könnt ihr die Knopfleiste nun mit weitem Geradstich feststeppen, nochmal bügeln und Knöpfe anbringen. 

 

Nähen mit Einfassstreifen (kein Bündchen)

Die Knopfleiste wird vorbereitet: ihr bügelt euch hierfür ZWEIMAL 1,5cm um. (an der Knopfleiste liegen nun 3 Stofflagen übereinander) – bei sehr dünnen Stoffen, empfehle ich euch, die Knopfleiste einmal von links mit Bügelvlieseline zu verstärken. 

Steppt nun die Knopfleiste einmal rundherum sauber ab – ich verwende einen weiten Geradstich (Stichlänge 3,5cm).

Dann legt ihr beide Teile exakt an den Knopfleisten übereinander. Hier könnt ihr zur Sicherheit auch noch einmal die Schnittmusterschablone auflegen und vergleichen – der Bruch sollte in der Mitte der Knopfleiste zu liegen kommen. Fixiert nun am UNTEREN Rand die Stoffe innerhalb der Nahtzugabe aneinander.

Der obere Rand bleibt nur gesteckt. Wie in der Anleitung vom Bodykleid beschrieben näht ihr euer Vorderteil erstmal an den Schulternähten ans Rückteil – danach folgt nur noch die Streifenversäuberung.

Einzige Besonderheit: Beginnt und endet mit der Versäuberung an der Knopfleiste. Da ihr nicht im Kreis versäubert, könnt ihr den Versäuberungsstreifen einmal 1cm am Anfang und Ende einklappen und so annähen.

Jetzt nur noch die Druckknöpfe – am besten ihr macht sie ganz am Ende an das fertige Sommerteilchen, dann kommen sie euch nicht in die Quere! Falls ihr oben in die Streifenversäuberung einen Knopf machen möchtet, sind die Lagen sehr dick, sodass ihr evtl. eine Ahle zum Vorstechen des Lochs braucht 🙂

 

Et violá!

…und noch eine andere, pfiffige Idee 🙂

buendchenknopfleiste

Streifenversäuberung (von runden Ausschnitten) – Tutorial (kostenlose Anleitung)

Die Streifenversäuberung ist eine einfache und schnelle Methode, einen schicken Ausschnitt zu nähen. Am Anfang erfordert sie evtl. ein bisschen Übung, da der Zug des Streifens gleichmäßig sein sollte – genau wie beim Bündchen annähen.

Bedenkt, dass eine Streifenversäuberung nicht ganz so dehnbar ist wie ein Bündchen, daher müsst ihr evtl den Ausschnitt etwas erweitern (z.B. einen Halsausschnitt, wenn dieser ursprünglich für Bündchenversäuberung ausgelegt ist).

Ich nähe meine Streifen immer nur mit der normalen Nähmaschine mit weitem Geradstich an (Stichlänge 3.5) – das ist aber Geschmacksache.

Ihr braucht …

…neben eurem Hauptstoff einen Versäuberungsstreifen (z.B. ebenfalls aus Hauptstoff oder aber aus Kontraststoff – Bündchenstoff geht auch). Dieser sollte ungefähr eine Breite von 3.5cm haben.

Hier zeige ich euch, wie ihr schnell und einfach einen runden Ausschnitt (z.B. Halsausschnitt an einem T-Shirt) mit dem Versäuberungsstreifen einfassen könnt.

Stoffwahl

Die Streifenversäuberung könnt ihr prima mit dehnbaren Stoffen machen. Ich zeige euch im 1. Schritt, wie ihr sie bügelt. Alternativ könnt ihr auch ein fertiges Schrägband verwenden und spart euch das Zuschneiden und Bügeln.

Wer die Streifenversäuberung aus nicht-dehnbaren Stoffen macht (z.B. für Webware-Kleider), sollte drauf achten, ihn beim Streifenzuschnitt in einem Winkel von 45° zum Fadenverlauf zu schneiden. So lässt sich der Streifen (auch bei festen Stoffen) ein klein bisschen dehnen und in Kurven viel besser anpassen. Hier empfehle ich euch, den Streifen etwas breiter zu machen, beide Viertel zu bügeln und beim Anstecken und Annähen (Schritt 4/5) innen ebenfalls ein Viertel einzuklappen. 

Bügeln

Bügelt euch den Versäuberungsstreifen vorher:

Zuerst bügelt faltet ihr ihn mittig links auf links. Bügeln.

Dann faltet ihr ihn auf und eine Kante nochmal nur bis zur Mitte hoch (bei oben-unten-Stoffen die untere Kante) – Bügeln, sodass ihr eine Bügelmarkierung bei 1/4 der Stoffbreite habt.

(das andere Viertel braucht ihr nur runterbügeln, wenn ihr den Streifen innen nochmals umklappen wollt. Dann sieht es innen sauberer aus, aber die Versäuberung trägt etwas mehr auf) 

Anleitung

1. Legt den Versäuberungsstreifen rechts auf rechts und Kante an Kante an den Ausschnitt. Begonnen wird die 1.Naht ca. 1.5cm hinter der Seitennaht (wo später der Versäuberungsstreifen geschlossen wird). Bei oben-unten-Stoffen legt ihr die untere Kante (dort, wo umgebügelt ist) an die Hauptstoffkante.

2. Näht nun mit dehnbarem oder weitem Geradstich den Streifen an. Die Naht sollte auf der Bügelfalte bei 1/4 der Breite liegen. WICHTIG: in Rundungen (z.B. am Ausschnitt wie hier) dehnt ihr den Streifen ein bisschen. In der tiefsten Rundung (Halsausschnitt unten und bei Armlöchern v.a. unter der Achsel) müsst ihr stärker dehnen. ABER: Der Hauptstoff darf auf keinen Fall gedehnt werden. Ihr näht rundum bis 1.5cm vor der Seitennaht, wo der Streifen verschlossen werden soll.

3. Dann klammert ihr den Streifen rechts auf rechts zusammen und schließt ihn zur Runde. Überflüssiger Streifenstoff und die Nahtzugabe wird zurückgeschnitten.

Danach wird der Streifen zurück über den Hauptstoff geklappt und ihr näht eine Verbindung, sodass der Kreis geschlossen und der Streifen komplett angenäht ist.

4. Jetzt wird der Streifen in der mittigen Bügelfalte umgeklappt. Achtet darauf, dass die Nahtzugabe von eben richtig schön im Streifen drin liegt. So erhält die Versäuberung noch zusätzliche Stabilität. Ringsum feststecken.

(Wenn ihr den Streifen innen noch einmal einklappt, sieht es von innen schöner aus, aber die Versäuberung trägt etwas mehr auf – deshalb verzichte ich meistens darauf) 🙂 

5. Nun kommt die sichtbare Außennaht (also Konzentration!) 😉

Näht mit weitem Geradstich (Stichlänge 3-3.5) nahe des Innenrandes auf dem Versäuberungsstreifen entlang. Hierfür könnt ihr auch (dehnbare) Zierstiche verwenden.

Innen kann überstehender Streifenstoff einfach abgeschnitten werden. Jersey franst nicht aus, daher keine Sorge. Hierfür gibt es spezielle Scheren – die ich (noch?) nicht habe 😉 …mit der normalen Schere seid bitte ganz besonders vorsichtig, dass ihr nicht in den Stoff vom Oberteil schneidet, das kann schnell passieren. 

FERTIG!

Tipp: kleinere Wellen lassen sich mit viel Hitze und Dampf einfach wegbügeln.

Das A und O beim Nähen mit elastischen Stoffen ist das Annähen von Bündchen – und weil man es so häufig braucht, zeige ich euch hier eine Schritt-für-Schritt Anleitung mit Bildern und ein paar Kniffen 🙂

Bündchenstoff:

Diese Stoffe sind ideal zum Bündchenannähen, aber sehr verschieden dehnbar. Die Bündchenangaben in Nähanleitungen treffen i.d.R. auf normale Bündchenware zu. Die Formel zum Berechnen der Bündchenlängen ist:

“Normale” Bündchen: “Länge der Strecke des Hauptstoffs” x 0,7-0,75

“Rippbündchen”: “Länge der Strecke des Hauptstoffs” x 0,6 (je grober desto niedriger!)

Jerseystoff:  “Länge der Strecke des Hauptstoffs” x 0,8

(d.h. wenn ihr mit Rippbündchen oder Jerseystoff arbeitet, könnt ihr euch die Maße entsprechend umrechnen). Je geübter ihr im Bündchenannähen seid, desto besser könnt ihr sie aber auch “frei Hand” annähen 😉

Nähte:

Näht die Bündchen immer mit elastischen Stichen (Overlockmaschine oder Dreifachgeradstich/Pseudooverlockstich der Nähmaschine) an, damit sie sich später dehnen können. Wenn ihr die Bündchen an zwei Stoffe annäht (z.B. bei gefütterten Kleidungsstücken), empfiehlt es sich, eine Naht mit der Nähmaschine und eine mit der Overlock zu machen, damit nicht 2 Overlocknähte übereinander liegen.

 

Bündchen annähen – kostenlose Anleitung

 

Schritt 1:

Bündchen falten und links auf links zum Ring schließen (die Naht verläuft in Richtung Fadenlauf, sodass sich der Ring gut dehnen lässt).

Schritt 2:

Stülpt den Ring über euren Ärmel/Bein/Bauch-Abschluss und zwar so, dass die Stofföffnung zur Ärmel/Bein/Bauch-Öffnung zeigt. Steckt euch das Bündchen an der Naht zusammen mit der Naht des Hauptstoffs. Dann deht ihr das Bündchen, sodass sich der Hauptstoff gleichmäßig anlegt. Steckt dabei die gegenüber liegende Position des Bündchens an den Hauptstoff.

Wenn ihr Anfänger seid oder besonders weite Bündchen (z.B. Bauchbündchen an Hosen) steckt habt, steckt euch noch weitere Punkte fest. Wichtig ist, dass das Bündchen gleichmäßig gedehnt ist.

Schritt 3:

Näht sodann unter Dehnung des Bündchens den Ring zusammen. Der Hauptstoff darf NICHT gedehnt werden!

Danach klappt ihr euch das Bündchen einfach nach oben um. Fertig!

 

Viel Spaß beim Nähen 😀