Flatlay fotografieren – Tipps und Tricks für Selbstgenähtes

Heute geht’s ums Flachlegen.

Genauer gesagt ums „Flatlay“. Flatlays sind Bilder, für die Objekte einfach „flach“ auf den Untergrund gelegt oder drappiert werden. Auch wenn es simpel klingt – ein schönes Flatlay hinzukriegen ist gar nicht so trivial.

Ich beschäftige mich nun schon längere Zeit mit „dem Flachlegen“ von Selbstgenähtem und habe seitdem viel rumprobiert. In den Social Media Kanälen und auf Blogs sieht man ja viele derartige Bilder und jeder macht es wahrscheinlich ein bisschen anders.

Hier also meine persönlichen Tipps (ob ihr die nun gut oder schlecht findet …oder sie gar beim nächsten Fotoshooting berücksichtigen wollt, das bleibt ganz euch überlassen). 🙂

Flatlay Fotografieren ganz einfach - Tipps und Tricks

[dieser Beitrag enthält Werbung und zwar…]

Wie es so ist, braucht man bei vielem, was man eigentlich „schon laaange“ realisieren will, erstmal einen Anstoß. Viel zu viele Projekte schwirren in meinem Kopf herum und warten auf Umsetzung. Zeit ist wie immer knapp.

Die rasche Umsetzung des Projekts „Flatlay Tipps“ verdankt ihr dem Versand-Fotolabor smartphoto – dort bekommt ihr neben Fotoabzügen auch Foto-Geschenke, Visitenkarten und vieles mehr. Ihr könnt ganz bequem von zu Hause bestellen und bekommt die Produkte schnell und gut verpackt direkt geliefert. Besonders schön finde ich, die breite Produktpalette – es ist unfassbar, was sich dort alles aus einem Foto machen lässt!

 

Work in progress… (ein Flatlay-Arrangement aus halbfertiger Hose „Käpt’n Flóki„, Tischset von smartphoto, „design letters“-Schälchen von minimal-schoen und Apfel)

Jetzt aber los…

Ich habe diesen Blogartikel in fünf wichtige Komponenten gegliedert, die zum Fotografieren gehören. Ich hoffe, ich kann euch inspirieren und vor allem zum Fotografieren von Flatlays motivieren 😉

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Das Licht…

…ist eines der wichtigsten Punkte in der Flatlay-Fotografie. Die meisten Fotos nehme ich bei Tageslicht auf. Ihr solltet darauf achten, dass ihr ein möglichst helles Plätzchen zum Knipsen wählt. In der Regel ist bewölktes Wetter optimal – denn mit direkter Sonneneinstrahlung werden starke Schatten geworfen, die man beim „einfachen“ Flatlay eher vermeiden möchte. Auch die Falten auf den Stoffen stechen im Sonnenlicht (das meist durchs Fenster von der Seite kommt) mehr heraus als bei indirektem Licht an einem bewölkten Tag.

Optimal: großer Tisch/Bett/Fußboden direkt am Fenster, wolkiges Wetter (oder Vorhänge leicht zuziehen).

Das Licht: (Aufnahme bei bewölktem Wetter) Licht von rechts, kleine verschwommene Schatten werden geworfen. Ich freue mich sehr über meine ersten Visitenkarten als Bloggerin – jetzt hab ich endlich welche! (bestellt bei smartphoto, Werbung). 

Der Hintergrund…

…sollte möglichst neutral sein. Meist ist er bei meinen Flatlays weiß. Aber auch ein Holztisch oder das Bett mit (weißem oder farbigem) Bettlaken eignen sich prima. Man kann auch einen großen Fotokarton oder ein Lammfell verwenden. Da muss man einfach Verschiedenes ausprobieren. Stark glänzend sollte der Untergrund für’s klassische Flatlay nicht sein, da sich sonst die Gegenstände spiegeln – es sei denn, ihr wollt diesen Effekt extra haben. Beginnt am besten mit einem neutralen (weißen?) Untergrund, um ein gutes Gefühl für das Arrangement zu bekommen.

So mach ich’s: Meistens fotografiere ich auf unserem Küchentisch. Er steht direkt vor dem Fenster (Südseite) und ist meistens recht aufgeräumt 😉 Auf den Tisch lege ich eine Bahn weißen Stoff und darüber eine Bahn Bügelvlieseline (unaufgebügelt – die haftet ein bisschen am Stoff darunter und wirft kaum Falten). 

(Freebook Babyshirt Morgenstern)

 

Der Hintergrund: bei mir am liebsten WEISS 

 

TIPP

Jeden Freitag findet ihr auf Instagram (ihr folgt mir sicherlich ja schon, oder? 🙂 ) unter dem Hashtag #flatlayfridiy eine ganze Menge Flatlays rund ums Selbermachen (v.a. Selbstgenähtes). Ins Leben gerufen wurde diese schöne Aktion von Ulrike a.k.a. Moritzwerk. Jeder kann mitmachen und freitags ein Flatlay zeigen, auf denen mindestens 1 selbstgemachtes Kleidungsstück zu sehen ist.

 

Perspektive…

…ist beim klassischen Flatlay meist die Vogelperspektive (genau von oben). Allerdings mache ich auch oft ein paar Fotos schräg von der Seite und entscheide erst, wenn ich die Bilder auf dem PC bearbeite. Auch „schräge“ Flatlays können richtig cool aussehen! Hier heißt es wirklich, AUSPROBIEREN.

So mach ich’s: Zum Fotografieren stelle ich mich meistens auf einen Stuhl oder Hocker. Die Objekte liegen auf dem Boden oder auf dem Tisch vor dem Fenster. Ich versuche von seitlich oder auch von schräg-vorne zu fotografieren. Und ich passe natürlich auf, dass ich mir selbst nicht im Licht stehe.

Die Perspektive: „schräg“ hat auch mal irgendwie was (Knopfjacke Drückeberga)

Die Motive…

…sind ganz natürlich ganz entscheidend. Im Fokus stehen natürlich eure selbstgenähten Sachen. Diese platziert ihr zu allererst – aber oft fehlen für ein abgerundetes Arrangement noch ein paar Kleinigkeiten.

Überlegt euch, welche „Utensilien“ zu euren genähten Werken passen. Klassisch könnt ihr Blumen, Muscheln, Dekoelemente (wie Sterne, Konfetti…) oder auch Essen/Trinken (z.B. eine Kaffeetasse und/oder Kekse) wählen. Zu Genähtem passen oft auch Garnrollen, Scheren, Kombi-Stoffe… Bei Kinderkleidung sind auch Spielzeuge oder Kinder-Accessoires oft sehr hübsch. Häufig sieht man auch richtige „Sets“, in denen genähte Kleidungsstücke mit z.B. Schuhen, Schals, Hüten o.a. kombiniert werden.

Hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Ganz besonders schön (daher auch oft bei mir zu sehen) finde ich Blumen.

Ein paar Anregungen (ausgewählte Flatlays von mir bisher)…

 

 

Die Motive: Eine kleine Übersicht (Fotoabzüge „Retrostyle“ von smartphoto, Werbung)

 

So mach ich’s: Ich überlege immer, was sonst noch so zum genähten Werk passt/fehlt, dazu gehört (auch farblich…). Wenn mir die Inspiration fehlt, gehe ich einmal langsam durch die Wohnung und suche mir etliche „passende“ Gegenstände aus … die Entscheidung für/gegen etwas fällt dann beim Fotografieren bzw. Arrangieren selbst. Auch auf unseren Spaziergängen im Park werden immer wieder Utensilien für die Fotos eingesammelt.

Außerdem: „weniger ist (meistens) mehr“ – man tendiert eher dazu, das Bild zu überladen. Ich als Fan „minimalistischer“ Flatlays finde, dass eine „dosierte“ leere Fläche auf dem Bild eigentlich immer dazu gehört; und da wären wir auch schon beim nächsten Punkt…

 

Das Flachgelegte / das Arrangement…

…kann einen stundenlang beschäftigen. Nehmt euch Zeit und probiert erst einmal herum. Vieles sieht später auf dem PC/Handy ganz anders aus als durch die Kamera. Wenn ihr noch „ungeübt“ seid und Inspirationen sucht, schaut euch bei Instagram oder Pinterest um…. da wimmelt es von Flatlays (teils gelungene, teils weniger gelungene…) und bildet euch eine Meinung. Auf Pinterest habe ich ein Board mit Flatlays erstellt, welche euch zur Orientierung und Inspiration dienen können.

(Pinterest Board „FLATLAYS“ – KLICK!)

(Citybeutel)

Tipp für Einsteiger: oft hilft es, erstmal das Nähwerk alleine zu fotografieren und dann (Stück für Stück) ein Arrangement zu kombinieren.

Das Arrangement: schlicht oder verspielt!? In welche Richtungen „schauen“ die Gegenstände? Liegen sie nebeneinander oder übereinander? Hier gilt es viel auszuprobieren. (Babykarten Meilensteine) 

 

Ich hoffe, meine Tipps konnten euch inspirieren und ermutigen euch zum Selbst-Ausprobieren! Denn: Flatlays zu fotografieren macht riesigen Spaß, man muss sich nur drauf einlassen.

 

Alles Liebe und bis bald, 

*Lila-wie-Liebe*

 

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  2 comments for “Flatlay fotografieren – Tipps und Tricks für Selbstgenähtes

  1. 14. April 2018 at 14:30

    Vielen Dank für die Tipps und Ideen! Das ist tatsächlich ein Bereich, mit dem ich mich schon seit längerem beschäftigen wollte.
    Liebe Grüße, Katrin

    • lila-wie-liebe
      14. April 2018 at 14:39

      Liebe Katrin, danke für deinen Kommentar! Ich hoffe, ich konnte dir ein paar Anregungen geben 😉 Ganz herzliche Grüße und viel Spaß beim Fotografieren!

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